Der kleine Drache Meerano – das Maskottchen der 850-Jahrfeier

Anlässlich der 850-Jahrfeier der Stadt Meerane wurde Meerano zum offiziellen Maskottchen ernannt. Erstmals vorgestellt wurde der kleine Drache zur Präsentation des Festprogrammes am 31. Mai 2023 in der Stadthalle.
Viele Meeranerinnen und Meeraner sind sicher gespannt darauf, das legendäre Wesen kennenzulernen, von dem sie bisher noch nichts gehört hatten. Das Geheimnisvolle an Meerano ist, dass er in den letzten Jahren im Verborgenen Großes für die Stadt geleistet hat, ohne dass es die Einwohner je mitbekommen haben.

Monique Schubert, Dezernentin Allgemeine Verwaltung der Stadt Meerane, die Meerano am 31. Mai 2023 dem Publikum vorgestellt hat, erzählt seine Geschichte:
„Der kleine Drache Meerano lebt in den bekannten Höhlern von Meerane. Sein schillernd blau-grüner Körper und seine strahlend roten Flügel machen ihn zu einem wahrhaft bezaubernden Geschöpf. Doch Meerano ist nicht nur wegen seines äußeren Erscheinungsbildes besonders, sondern vor allem aufgrund seines Wesens und seiner Liebe zur Stadt Meerane.
Meerano hat still und leise die Höhler von Meerane beschützt und dafür gesorgt, dass sie sicher und unberührt blieben. Er hat die Parks und Wälder behütet und ihre Schönheit bewahrt. Er war es, der die Pflanzen wachsen ließ und die Tiere beschützte. Er hat heimlich in den Gärten der Bürger und Bürgerinnen gearbeitet, um sicherzustellen, dass die Pflanzen und Blumen reichhaltig blühen. In der Nacht besuchte er manchmal Kindergärten und Schulen, dabei räumte Meerano Schränke auf, sortierte das Spielzeug im Sandkasten und legte neue Kreide bereit. So konnten alle Kinder, Erzieher und Lehrer den nächsten Tag in ihrer Einrichtung genießen. Meerano hat ein feines Gespür für die Bedürfnisse der Stadt Meerane und weiß, wann er zur Stelle sein muss. Vom Himmel aus betrachtet er oft, wie sich die Kinder und Erwachsenen an seinen Taten erfreuen. Die Verbundenheit Meeranos gegenüber der Stadt und ihren Einwohnern ist grenzenlos, und natürlich fühlte er sich sehr geehrt, als er zum Maskottchen der 850-Jahrfeier ernannt wurde. Beim Stadtjubiläum dabei zu sein, ist das größte Glück für Meerano. Endlich kann er ein sichtbarer Teil der Stadt Meerane und ihrer Geschichte werden. Er freut sich darauf, die Menschen zu sehen, wie sie in Harmonie zusammenkommen, und er freut sich darauf, mit ihnen gemeinsam das Jubiläum zu feiern.“

Als Maskottchen hat Meerano eine besondere Aufgabe: Er wird die Vorfreude auf die Festwoche vom 31. Mai bis 9. Juni 2024 wecken und alle Meeraner Bürgerinnen und Bürger, Kinder und Jugendliche darauf einstimmen. Und natürlich wird er mit seinem Enthusiasmus und seiner Energie die Planung der Festwoche aktiv gestalten und alle mit seiner Freude anstecken!

 

 

 

Grafik: Gina Luisa Kühn

Meerano's Drachenblume

Yeah – endlich wieder Sonne! Und erst die Wärme, die zurück ist: einfach traumhaft.

Da habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, einmal über den ganzen Teichplatz zu fliegen. Das waren vielleicht viele Leute, die sich dort mit einem Eis gut sonnten, sag ich Euch.
Doch was mir dann auffiel ließ mich beinahe abstürzen: Wo sind denn die ganzen bunten Blumen hin? Es ist doch schon Februar! Da pflanzt man doch schon Blumen ein, oder?
Ich denke schon und flog ganz schnell zurück in meine Höhler. Im dritten Gang in der hintersten linken Ecke habe ich nämlich extra etwas versteckt.
Oder war es der vierte Gang ganz vorne rechts? Nach langem Suchen habe ich sie dann aber gefunden: eine echte, ganz besondere Drachenblume.
Meine Oma hat immer gesagt: Wer so eine Blume hat, der hat immer Glück. Und dieses Glück möchte ich gerne der gaaaanzen Stadt schenken. Also hab ich mir meine Gartenschaufel geschnappt und angefangen, auf dem sonnigen Teichplatz in einem Blumenkübel zu buddeln.

Dann habe ich meine Drachenblume in das Loch gesteckt und die Erde wieder reingeschoben.
Sie riecht sooo gut!
Plötzlich kam eine ältere Frau zu mir und sagte: „Meerano was machst du denn da? Du kannst doch nicht schon im Februar anfangen Blumen zu pflanzen. Und erst recht nie die hier!“
Die alte Frau war richtig geschockt und ich habe ihr erklärt, dass ich doch nur das Glück in Meerane verteilen möchte und was ich hier selbst gepflanzt habe: eine Drachenblu…

„Um Gottes Willen!“ schrie sie laut auf „die geht doch ein bei dem Wetter hier! Komm, ich habe eine Idee!“

Und dann nahm sie meine Schaufel und buddelte meine Drachenblume wieder aus. Holte einen Topf und setzte sie hinein. „Lass sie uns doch in die Höhler stellen, da kann sie jeder anschauen und sich sein Glück so mitnehmen. Wie findest du das, Meerano?“

Ich war völlig begeistert und stimmte der alten Frau zu.

Als wir alles wieder ordentlich gemacht haben, habe ich ihr noch zugerufen, wie sehr ich mich freue, wenn die Gärtnerinnen und Gärtner wieder viele bunte Blumen pflanzen.

Grafik: Gina Luisa Kühn

Viel Trubel zum Meeraner Neujahrsempfang

Neujahrsempfang? Noch nie gehört! Und dabei hätte ich ja eigentlich schon richtig viele miterleben können.

Zum Neujahrsempfang lädt der Bürgermeister ein – die Vertreter von Vereinen und Unternehmen und natürlich die Meeraner Bürgerinnen und Bürger und noch viele mehr. Was ist so passiert im vergangenen Jahr in der Stadt? Und was wird es im neuen Jahr so geben, in unserem Jubiläumsjahr 850 Jahre Meerane?

Darum sollte es zum Neujahrsempfang gehen!  Und da durfte ich natürlich nicht fehlen!

Ich bin aber erst einmal ein wenig in den Höhlern herumgeflogen, um dort in Ruhe zu überlegen, wen ich denn alles zum Meeraner Neujahrsempfang einladen kann. Und weil ich mir das alles nicht so richtig merken konnte, hab ich mir alle aufgeschrieben: Also, meine zwei Omas, meine vier Onkel, meine fünf Geschwister, die anderen 117 Verwandten, dann noch die Nachbarn und alle meine Freunde.
Man das sind wirklich viele! Da wird sich der Bürgermeister sicher freuen, wenn soooo viele Drachen in Meerane sind, dachte ich.

Zu Besuch bei Frau Gräfe im Büro des Bürgermeisters.
Grafik: Gina Luisa Kühn

Und weil ich gelesen hatte, dass sich alle, die zum Neujahrsempfang dabei sein möchten, anmelden sollen, bin ich gleich in die Stadtverwaltung ins Neue Rathaus geflogen und habe Frau Gräfe, die sich um die Anmeldungen gekümmert hat, meine Liste auf den Tisch geknallt: „Die möchte ich bitte alle zum Neujahrsempfang einladen!“
Man hat Frau Gräfe gelacht und mir dann gleich erklärt, wieso das nicht so einfach geht:
„Meerano, du kannst doch nicht soooo viele Drachen in die Stadthalle einladen. Wo sollen die denn alle sitzen? Komm mal zu mir und schau: Ich muss alle Einladungen zählen und mir immer aufschreiben, wer kommt und wer nicht, wer jemanden mitbringt oder wer jemanden anderes schickt.“
Naja, da hatte Frau Gräfe auch irgendwie Recht, dachte ich und habe sie aber gleich gefragt, wie das denn zur 850-Jahrfeier ist? Da können doch sicher alle kommen, die mitfeiern möchten?
Da hat Frau Gräfe wieder gelacht und gesagt: „Keine Sorge, mein lieber Meerano! Zur Festwoche dürfen alle deine Verwandten, Bekannten und Freunde kommen – da gibt es genügend Platz für alle.“
„Aber du kannst uns zum Neujahrsempfang helfen“, sagte Frau Gräfe dann und erzählte mir, welche Aufgaben ich an diesem Abend übernehmen könnte. Klar habe ich da sofort zugesagt.

Ein wenig aufgeregt bin ich dann am 5. Januar 2024 in die Stadthalle zum Neujahrsempfang von Bürgermeister Jörg Schmeißer geflogen!
Dort haben Dezernentin Monique Schubert und ich uns vor den Saal gestellt und all die vielen Gäste, die gekommen sind, persönlich begrüßt. Man, manche haben ganz schön große Augen gemacht, als sie mich sahen!
Und nach dem Empfang hatte ich noch eine Aufgabe:
Ihr wisst ja, dass ich mich in den vergangenen Jahrhunderten auch um die Meeraner Parks gekümmert und ab und zu heimlich in den Gärten geholfen haben. Damit es auch in Zukunft viel Grün in Meerane gibt, habe ich den Gästen des Neujahrsempfanges zum Abschied eine kleine Tüte mit Baumsamen geschenkt!

Jetzt freue ich mich schon darauf, bei meinen nächsten Flügen über Meerane überall in den Gärten viele Blumen und kleine neue Bäumchen zu entdecken!

Meeranos heimlicher Besuch auf dem Meeraner Weihnachtsmarkt

Habt ihr mich gesehen? Auf dem Kaffeewagen? Wie ich das adventliche Treiben beobachtet habe?
Nicht? Naja, da habe ich ja nochmal Glück gehabt!

Ihr müsst nämlich wissen, dass ich mich noch nicht so richtig traue, mich euch zu zeigen. Aber manchmal, da geht es nicht anders: Wenn ich richtig glücklich und fröhlich bin, dann kann ich mich nicht unsichtbar machen und dann kann mich auch jeder sehen.
Aber auch wenn ihr mich dieses Mal nicht gesehen habt – ich habe euch gesehen und die vielen anderen Menschlein auch.
Was war das für ein Trubel! Die Händlerinnen und Händler verkauften und lachten fröhlich, die Bastelstände waren so voll und auch die Bühne … wow … was da abging! Tanzende Kinder, zaubernde Männer und singende Frauen. So viel los!

Doch gleich zu Beginn des Weihnachtsmarktes hätte es fast einen Unfall gegeben. Als der Bäckermeister den riesigen Stollen auf den Teichplatz getragen hat, da hatte doch glatt jemand seine Tasche im Weg stehen gelassen.Zum Glück war ich da! Ich huschte schnell hin und zog die Tasche mit einem Ruck weg. Gesehen hat das keiner, denn alle Augen waren auf den Stollen gerichtet. Da hatten wir nochmal richtig Glück gehabt.
Als ich mich dann so unter die Leute gemischt habe, konnte ich viele Sachen mithören. Da wollte ein älterer Mann zum Beispiel über den fehlenden Schnee meckern. Aber seine Frau sagte: „Dieter, genieße doch einfach deinen Glühwein, deine Roster und die schöne Stimmung. Das bisschen Schnee können wir uns doch denken!“ Und Dieter verzog sein grimmiges Gesicht zu einem freundlichen Lächeln. Als ich dann neben der Weihnachtspyramide stand kamen gerade zwei Mädchen laut lachend mit selbstgebastelten Anhängern aus meinen Höhlern. Man, da wird sich sicherlich jemand drüber freuen. Dann habe ich mich unter dem Tannenbaum versteckt und gehört, dass eine Gruppe älterer Männer gesagt hat: „Menschenskinder, wenn die 850-Jahrfeier auch so wird, dann brauchen wir uns keine Sorgen machen.“ Und das waren nicht die einzigen, die sich freuten. Und als ich mir die vielen geschmückten Tannenbäumchen auf dem Markt angeschaut habe … auch da kam viel Freude auf.

Meinen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt habe ich dann auf dem Teichplatz, ganz oben auf dem Kaffeewagen, abgeschlossen und mir das bunte Treiben angeschaut. Es ist toll, wenn sich die Menschen freuen und gemeinsam feiern!